100. Todestag August Bebel: Der Arbeiterkaiser

Veröffentlicht am 25.07.2013 in Allgemein

44 Jahre lang stand August Bebel der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung vor. Er war nicht nur Parteivorsitzender, Reichstagsabgeordneter und Unternehmer, sondern auch Theoretiker und geistiger Vordenker der Bewegung. In diesem Jahr begehen wir seinen 100. Todestag.

August Bebel gehört zu den bedeutendsten Personen der 150-jährigen SPD Geschichte. Er gehört zur ersten Generation sozialdemokratischer Politiker. Er selbst lebte, wie viele andere Vordenker und Führer der Arbeiterbewegung, in eher bürgerlichen Verhältnissen. Trotzdem setzte er sich für die Befreiung der Arbeiterklasse ein.

Als er sich nach seiner Lehre zum Drechsler als Handwerker selbständig machte — damals bezeichnete er sich noch als Liberalen — engagierte er sich gegen Ferdinand Lassalle und seinen Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. Durch das Studium der Schriften von Lassalle und der Befassung mit Karl Marx entwickelte er sich zum Sozialisten.

Denn er verstand die Ansätze, teilte er doch das Schicksal vieler Arbeiter. Bebel wuchs in armen Verhältnissen auf, seinen Vater verlor er schon als Kind, seine Mutter starb an Tuberkulose als er 13 Jahre alt war. Er war schon als junger Mensch ein heller Kopf, doch der Besuch einer weiterführenden Schule war nicht möglich. Gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht gründete er im Jahr 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), als Gegenstück zum Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), von Ferdinand Lassalle.

Als sich beide Parteien 1875 zusammenschlossen, wuchs auch die Aufmerksamkeit der politischen Gegner. Auf Drängen des Reichskanzlers Bismarck wurde die Partei 1878 von der konservativen Mehrheit im Reichstag verboten.

Während der Zeit des Verbotes entwickelte sich Bebel zur zentralen Führungsfigur der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Im Parlament, dem er als direktgewählter Abgeordneter weiterhin angehörte, entwickelte er sich zum Gegenspieler Bismarcks. Unter seinen Anhängern bekam er darum den Spitznamen „Arbeiterkaiser“. Am 13. August 1913 verstarb August Bebel in Passugg, Schweiz. Er wurde in Zürich auf dem Friedhof Sihlfeld beigesetzt.

Rote Nelken für Bebel: Kranzniederlegung und Spendenaktion

Rote Nelken für August Bebel
(Ein Klick auf die Grafik führt zur großen Version.)

Anlässlich des 100. Todestages unseres „Arbeiterkaisers“ am 13. August 2013 laden die Sozialdemokratische Partei der Schweiz und die SPD zur Kranzniederlegung sowie zur Gedenkveranstaltung nach Zürich ein. Um 15 Uhr werden Christian Levrat, Parteipräsident der SP Schweiz, und Sigmar Gabriel einen gemeinsamen Kranz am Grab niederlegen und zu den Anwesenden sprechen.

Alle, die nicht bei der Kranzniederlegung dabei sein können, können jedoch dazu beitragen, dass das Grab von August Bebel an diesem Tag mit unzähligen roten Nelken geschmückt wird.

Schicken Sie dazu den Text BEBEL als SMS an die Nummer 81190. Eine SMS kostet 3 Euro zzgl. der SMS-Kosten des Providers. Der Betrag wird direkt von der Prepaid-Karte oder mit der Telefonrechnung eingezogen. Eine Spendenquittung können wir für diese Unterstützung leider nicht ausstellen. Danke!

 

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