SPD schwört sich auf die Region ein

Veröffentlicht am 16.12.2005 in Veranstaltungen

Am 2. Dezember 2005 trafen sich die Delegierten der SPD-Kreisverbände der Metropol-region Rhein-Neckar aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz erstmals gemeinsam im Mannheimer Stadthaus N1 zu einem Regionalparteitag. Als erste Partei zwischen Rhein und Neckar zeigt die SPD damit ihren Willen, aktiv an der Gestaltung der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar mitzuwirken.

spd-mrn.de

Ab dem 1.1.2006 kann im Dreiländereck unter dem Namen Europäische Metropolregion Rhein-Neckar gemeinsam Politik für die Bürger gemacht werden. Der am 26.7.2005 von den drei Ministerpräsidenten unterzeichnete Staatsvertrag bildet dafür die Grundlage und erweitert die Spielräume regionalen Handelns. „Rhein-Neckar will dicht zur europäischen Spitze aufschließen. Unsere Chancen stehen gut.“, so die hoffnungsvollen Aussichten der SPD-Vorsitzenden. Hierbei sollen vor allem die gemeinsamen Interessen herausgestellt und grenzüberschreitend umgesetzt werden, sagte die baden-württembergische Landesvorsitzende Ute Vogt in ihrer Rede an die Anwesenden. Vogt bekräftigte zugleich, dass sie am 26.3.2006 neue Ministerpräsidentin des Landes Baden-Württemberg werden wolle.

Zuvor hatte die Mannheimer Kreisvorsitzende neben Ute Vogt und Kurt Beck auch Lo-thar Binding, MdB (stellv. Kreisvorsitzender Heidelberg), Lars Castellucci (Kreisvorsitzender Rhein-Neckar), Jürgen Graner (Kreisvorsitzender Neckar-Odenwald), Dr. Jürgen Dieter (Unterbezirksvorsitzender Bergstraße), Günther Ramsauer, MdL (Unterbezirksvorsitzender Ludwigshafen-Frankenthal), Birgit Roth (UB Neustadt), Friederike Ebli, MdL (UB Speyer), Karlheinz Benz (UB Südpfalz), Karlheinz Henkes (UB Worms), Heinrich Zier (ROV-Fraktionsvorsitzender) und Theresia Riedmaier (Landrätin des Landkreises "Südliche Weinstraße") und zahlreiche weitere Gäste, darunter zahlreiche Oberbürgermeister, Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende begrüßt. Insgesamt wartet die Region nun mit 7 Mitgliedern des Deutschen Bundestages und 21 Mitgliedern der verschiedenen Landtage auf.

Über einen Erfolg Vogts bei den Landtagswahlen würde sich auch der ebenfalls anwesende Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, sehr freuen. “Es wäre schön, wenn wir uns am Abend des 26. März anrufen würden und uns gegenseitig gratulieren könnten.“ Sagte er in seinem Redebeitrag im Anschluss an Ute Vogt. Weiterhin betonte er, dass in der Metropolregion viele Chancen lägen, die es zu nutzen gelte, “ohne dabei die Nachbarn auszuschließen.” Im Gegenteil gehe es darum, alle Vorteile, die in dem länderübergreifenden Bündnis liegen dazu zu nutzen, auch andere Regionen in der Nachbarschaft “mitzunehmen”. Gemeinsames Handeln ohne Gleichmacherei, darin waren sich Beck und Vogt einig, sei das vorrangige Ziel.

Neben der schon recht weit entwickelten wirtschaftlichen Zusammenarbeit wollen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch auf dem politischen Feld die Kooperation intensivieren. Es gibt viele Bereiche, in denen man Vorteile aus einem abgestimmten Handeln ziehen kann. Neben den Vorteilen, die sich für die Politik ergeben, sei es zum Beispiel wichtig, dass sich bei aller gewünschter Konkurrenz, die Hochschulen in der Region “noch deutlicher miteinander vernetzten”, so der rheinland-pfälzische Ministerpräsident. Nicht um besser zu sein als andere, aber “um so gut zu sein wie die anderen Besten”.

Nach den einstimmenden Reden der beiden stellvertretenden Bundesvorsitzenden Beck und Vogt war es denn auch kaum mehr ein Wunder, dass die Resolution „Für eine erfolgreiche, eine soziale und solidarische Europäische Metropolregion Rhein-Neckar“ auch einstimmig von den anwesenden Mitgliedern verabschiedet wurde. Zuvor hatte Ute Vogt gefordert, dass „der soziale Zusammenhalt ebenso wichtig sein müsse, wie die wirtschaftliche Stärke“, von den Anwesenden forderte sie, dass von dem Parteitag auch ein Signal der Solidarität ausgehen müsse. Zum Beispiel nach Sinsheim, der Stadt, die gerade unter den Plänen einer Stuttgarter Großmesse zu leiden habe. Ministerpräsident Oettinger solle zugeben, dass er einen Fehler gemacht habe, als er den Hauptinvestor aus Sinsheim abgeworben habe, gab sich die Spitzenkandidatin der SPD kämpferisch.

Der Parteitag klang aus mit Musik der Tulla-Band, die bereits den Start in den Abend musikalisch untermalt hatte. Sicherlich wurde noch so manch grenzübergreifendes Gespräch unter den Genossen geführt. Der Grundstein zu einer besseren Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Parteigliederungen in den Ländern ist somit gelegt. Nun kommt es darauf an, in Zukunft den am Freitag bekundeten Willen umzusetzen und mit Leben zu füllen. Zum Nutzen aller Menschen in der Metropolregion.

Lars-Christian Treusch

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

News-Ticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de