Uni Stuttgart: SPD-Landeschefin kritisiert Kahlschlag bei Geisteswissenschaften

Veröffentlicht am 04.06.2009 in Landespolitik

Ute Vogt: „Wir werden die Studierenden bei ihrem Protest unterstützen“

Die SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt hat die geplanten Einschnitte bei den Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart als „hochschulpolitischen Holzweg“ bezeichnet. „Die qualitative Profilierung als technische Universität bedeutet nicht, dass man bei den Geisteswissenschaften einen derartigen Kahlschlag veran-stalten muss“, sagte die SPD-Landeschefin.

Die Attraktivität einer Universität lebe auch von Identität und Tradition, von kultureller Vielfalt, von Reflexion und von Interdisziplinarität, so Vogt. „Dies kann nur eine lebendige und breite Fachkultur leisten.“ Im Übrigen habe nicht zuletzt die Finanzkrise gezeigt, dass eine rein ökonomisch-technische Orientierung in die Sackgasse führe. „Wir brauchen mehr Breite und keine Schmalspur-Fachausrichtung“, so Vogt.

Die SPD-Vorsitzende forderte auch Wissenschaftsminister Frankenberg auf, in dem Streit Stellung zu beziehen. Vogt: „Wir werden die Studierenden bei ihrem Protest unterstützen.“

 

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