Windkraft in der Metropolregion: Die unendliche Geschichte!

Veröffentlicht am 02.07.2013 in Kommunalpolitik

Die Verärgerung aber auch das Unverständnis der Regionalpolitiker in der Metropolregion über die Vorgaben der Raumordnungskommission in Sachen Windkraft hat einen Punkt erreicht, wo eine breite Mehrheit der 95-köpfigen Verbandsversammlung durchaus ernsthaft darüber nachdenkt, das Plankapitel Windkraft in Gänze aus dem einheitlichen Regionalplan herauszunehmen und dies nicht nur temporär sondern auf Dauer. Dies wird am Ende zwar so nicht eintreten; gute und nachvollziehbare Gründe für eine solche Vorgehensweise gäbe es jedoch allemal.

„Wir wollen nicht mehr als das, was uns der zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz im Jahre 2005 abgeschlossene Staatsvertrag zwingend als Aufgabe vorschreibt; nämlich einen ländergrenzüberschreitenden einheitlichen Regionalplan für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar aufstellen“, so SPD-Fraktionschef Matthias Baaß bei der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung im Mannheimer Rosengarten.

Und gerade dies wird uns im Bereich der Windkraft von der Raumordnungskommission strikt untersagt, so Matthias Baaß weiter. Der Beschluss über die Abkoppelung des Plansatzes „Standorte für regionalbedeutsame Windenergieanlagen“ vom weiteren Aufstellungs- und Genehmigungsverfahren zum Einheitlichen Regionalplan und die spätere Aufstellung eines Teilplans für diesen Bereich wurde von der Verbandsversammlung zwar einstimmig gefasst; die Gründe dafür könnten jedoch zwischen den Fraktionen von CDU, SPD, FW und FDP einerseits und den GRÜNEN andererseits kaum größer sein.

Dafür sind die an der Sache orientierten Argumente der breiten Mehrheit gegenüber der ideologisch bedingten Haltung der GRÜNEN einfach zu unterschiedlich. Im Grunde zwar unverständlich, denn alle wollen ja dasselbe: „Den Ausbau der Windkraft in der Region“.  

Um diesen gordischen Knoten zu zerschlagen, fordert die SPD-Fraktion die Verbandsverwaltung auf, das Problem nicht länger auf der Ebene der Raumordnungskommission zu behandeln: „Wir müssen nun direkt und unter Beteiligung der Fraktionen des Regionalverbandes ein Gespräch mit der Landesregierung von Baden-Württemberg und hier direkt mit Ministerpräsident Kretschmann oder zumindest mit dem zuständigen Minister suchen.

So falsch können wir in der Sache ja nicht liegen, favorisiert doch Rheinland-Pfalz auch die von uns geforderte dreistufige Lösung, welche ist: Ausweisung von Vorranggebieten, Ausweisung von Ausschlussgebieten in begründeten Fällen, sowie Ausweisung von Gebieten ohne regionalplanerische Vorgaben.

Was die ROT-GRÜNE Landesregierung in Rheinland-Pfalz für absolut richtig und praxisnah erkannt hat, kann ja für die GRÜN-ROTE Landesregierung von Baden-Württemberg nicht gänzlich falsch sein. Oder geht es am Ende nur noch um Rechthaberei und nicht vorrangig um die Sache selbst? Dies wäre dem weiteren und notwendigen Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg wohl nicht dienlich, ja eher kontraproduktiv.“

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

News-Ticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de