Nils Schmid gibt Schulfrieden nicht verloren

Veröffentlicht am 09.12.2013 in Landespolitik

Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid hat heute an den CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl in Bezug auf einen Schulfrieden in Baden-Württemberg folgenden Brief geschrieben:

Sehr geehrter Herr Strobl,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 22. November 2013, in welchem Sie im Hinblick auf mein Gesprächsangebot zu einem „Schulfrieden“ in Baden-Württemberg um eine Konkretisierung der Gesprächsthemen bitten.

Ich greife Ihre Anregung gerne auf. Es geht mir um die Frage, wie wir längeres gemeinsames Lernen organisieren, um mehr Bildungsgerechtigkeit zu erreichen. Es geht mir um die Frage, wie wir angesichts sinkender Schülerzahlen regional dauerhaft tragfähige Schulstrukturen schaffen. Es geht mir um die Frage, wie wir unser Bildungssystem nicht zuletzt angesichts des Fachkräftemangels auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht fit machen.

Um aus den ideologischen Grabenkämpfen um eine Schulstruktur herauszukommen, schlage ich vor, dass wir uns auf ein Zwei-Säulen-Modell der Schullandschaft in Baden-Württemberg verständigen. Die eine Säule besteht aus dem grundständigen Gymnasium, die andere aus der Gemeinschaftsschule und der Real- und Werkrealschule/Hauptschule.

Die Ausgestaltung dieser beiden Säulen – wie zum Beispiel die Rolle von G8/G9 an den allgemeinbildenden Gymnasien oder auch die Weiterentwicklung der in der zweiten Säule befindlichen Schularten – sollten wir in unserem gemeinsamen Gespräch diskutieren.

Wie Sie wissen, kämpfen ja auch die Bürgermeister unterschiedlichster Couleur im Land um Bildungseinrichtungen, die vor Ort möglichst viele Kinder zusammenführen und dabei auch künftig Bestand haben. Auch deswegen geht es mir um ein gemeinsames Gespräch ohne ideologische Scheuklappen, an dem meines Erachtens alle maßgeblichen Parteien in Baden-Württemberg beteiligt sein sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Nils Schmid

 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de