Affront gegen Sinsheim: Wiederholte Stillosigkeit eines Ministerpräsidenten

Veröffentlicht am 24.06.2010 in Pressemitteilungen

Sinsheim. Normalerweise ist es doch so: Wenn man jemanden etwas zu sagen hat, tut man das direkt, möglichst unter vier Augen – jedenfalls nicht über die Medien. Umso überraschter zeigte sich Landtagskandidat Thomas Funk als Vorsitzender des Sinsheimer SPD-Stadtverbandes, dass solche Gepflogenheiten den Herrn Ministerpräsidenten offenbar wenig scheren. Hat dieser doch ganz nebenbei das in Sinsheim diskutierte Designer-Outlet-Center mal eben per Radiointerview „beerdigt“ – ohne Not wohlgemerkt und ohne die Betroffenen zu informieren.

Unabhängig wie man zu diesen Plänen steht, ist es doch bisher so: Der Sinsheimer Gemeinderat (CDU inklusive!) hat prinzipiell Bereitschaft signalisiert, eine DOC-Ansiedlung zu unterstützen und die notwendigen Prüfaufträge dafür erteilt. Thomas Funk, der auch Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Rhein-Neckar ist: „Derzeit weiß noch kein Mensch, wie diese ausfallen, auch nicht Herr Mappus.“

Das Vorgehen von Mappus, nicht das Verfahren abzuwarten und nun an anderer Stelle zu verkünden, dass er das sowieso nicht genehmigen wird, ist für den Sinsheimer SPD-Landtagskandidaten eine Stillosigkeit ersten Ranges. „Bevor überhaupt Ergebnisse vorliegen und Behörden dazu Stellung genommen haben, hat Herr Mappus nun das Kind schon mit dem Bade ausgeschüttet“, so Funk.

Diese Vorgehensweise erinnere ihn stark an Vorgänger Oettinger, der seinerzeit auch das Sinsheimer Messehotel einweihte, obschon er wusste, dass die wichtigen Messen nach Stuttgart abwandern werden. Daran sehe man, dass nicht jeder Vorgänger automatisch in allem zum Vorbild taugt. „Dieser nunmehr zweite Affront eines Ministerpräsidenten gegenüber der Stadt Sinsheim war jedenfalls so unnötig wie ein Kropf“, ist sich Funk sicher.

 

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