Bei den Wahlen im kommenden Jahr wird es nach meiner festen Überzeugung für die SPD in erster Linie darum gehen, wieder glaubhaft als Partei der sozialen Gerechtigkeit wahrgenommen zu werden.
Wie erreichen wir mehr soziale Gerechtigkeit?
Bei den Wahlen im kommenden Jahr wird es nach meiner festen Überzeugung für die SPD in erster Linie darum gehen, wieder glaubhaft als Partei der sozialen Gerechtigkeit wahrgenommen zu werden.
Wie erreichen wir mehr soziale Gerechtigkeit?
Es gibt einen Grundsatz, der üblicherweise nicht uns Sozialdemokraten zugeordnet wird. Er lautet „Was verteilt sein will, muss zuvor erwirtschaftet werden.“ Dieser Satz ist so banal wie richtig. Ich habe in den letzten Jahren viel in Bereichen gearbeitet, wo es um Wertschöpfungsketten, Existenzgründung, Netzwerke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zur Förderung von Innovation und Beschäftigung u.ä. ging, und würde mich freuen, auch diese Erfahrungen in die Politik einbringen zu können.
Wo es gerecht zugeht, sind die Menschen auch motiviert, sich für das Gemeinwesen einzubringen. Und das brauchen wir: Dass alle sich mit ihren Talenten einbringen. Keiner darf verloren gehen, aber es soll sich auch keiner davonstehlen. Deshalb ist soziale Gerechtigkeit auch eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Fortschritt und wirtschaftliche Dynamik, und kein Gegensatz. Beides ist wichtig - „Erneuerung und Zusammenhalt“, wie es 1998 hieß oder „Aufstieg und Gerechtigkeit“, wie unser Nürnberger Zukunftskongress überschrieben war.
Politik für soziale Gerechtigkeit ist keine Klientelpolitik. Gute Arbeit, gute Bildung, sozialer Ausgleich, konkret: faire Entlohnung und Mindestlöhne, wirksame Arbeitnehmerechte, längeres gemeinsames Lernen, Abschaffung von Studiengebühren und eine effektive Armutsbekämpfung sind keine Randthemen, sondern stehen im Zentrum der Erwartungshaltung der Mehrheit der Bevölkerung an eine solidarische Gesellschaft. Soziale Gerechtigkeit und Zukunftschancen für alle sind die erfolgreiche Kernbotschaft der SPD.
Lars Castellucci
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