Einstellungskontingent wird an den beruflichen Schulen und den allgemein bildenden Gymnasien erhöht

Veröffentlicht am 20.04.2012 in Landespolitik

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer: „Es ist ganz wichtig, dass wir frühzeitig qualifizierte Lehramtsbewerber oder berufserfahrene Hochschulabsolventen als Direkteinsteiger für unsere beruflichen Schulen gewinnen. Auch für die allgemein bildenden Gymnasien ergeben sich jetzt weitere Möglichkeiten, dringend benötigte Lehrkräfte im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich an die Schulen zu binden."

Das Kultusministerium erweitert bei allgemein bildenden Gymnasien und beruflichen Schulen das Hauptausschreibungsverfahren und schreibt vom 20. bis 30. April zusätzliche Stellen schulbezogen aus. Das Einstellungskontingent wird an den beruflichen Schulen um 60 Stellen und an den allgemein bildenden Gymnasien um 20 Stellen erhöht. Einstellungstermin ist September. An den beruflichen Schulen steigt damit die Gesamtzahl der im Hauptausschreibungsverfahren besetzbaren Stellen für das kommende Schuljahr auf 120. Das Ministerium möchte damit erreichen, dass die beruflichen Schulen kurzfristig, bereits vor dem regulären Listenverfahren im Juni, dringenden Einstellungsbedarf decken können. „Es ist ganz wichtig, dass wir frühzeitig qualifizierte Lehramtsbewerber oder berufserfahrene Hochschulabsolventen als Direkteinsteiger für unsere beruflichen Schulen gewinnen“, unterstreicht Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer. „Die weitere Verbesserung der Unterrichtssituation an den beruflichen Schulen bleibt für das Kultusministerium ein Ziel mit hoher Priorität.“

Ein Schwerpunkt des Hauptausschreibungsverfahrens der Lehrereinstellung an den beruflichen Schulen ist beispielsweise der Metall- und Elektrobereich. Auch der Bereich der Erzieherausbildung steht im Mittelpunkt. Kindertagesstätten benötigen – gerade für die bedarfsgerechte Betreuung und Erziehung von unter Dreijährigen – eine steigende Zahl gut ausgebildeter Fachkräfte. Die Landesregierung hat mit der Einführung der praxisintegrierten Form der Erzieherausbildung zum kommenden Schuljahr, in der erstmalig die angehenden Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildungsvergütung erhalten, die Attraktivität der Ausbildung deutlich gesteigert. „Die zunehmende Attraktivität des Erzieherberufs, zeigt sich bereits in stark erhöhten Bewerberzahlen für das kommende Schuljahr. Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen, dass möglichst alle Interessenten auch einen Ausbildungsplatz bekommen“, sagte Warminski-Leitheußer. Deshalb seien insgesamt 25 der Stellen des Hauptausschreibungsverfahrens, 15 davon in der kommenden Ausschreibungsphase, zweckgebunden für zusätzliche Klassen der Erzieherausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik. Damit sei gewährleistet, dass die notwendigen Klassen an den Fachschulen für die praxisintegrierte Erzieherausbildung zusätzlich gebildet werden könnten, sobald die Träger der Kindertagesstätten genügend Ausbildungsplätze anbieten würden.

„Auch für die allgemein bildenden Gymnasien ergeben sich jetzt weitere Möglichkeiten, dringend benötigte Lehrkräfte im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich an die Schulen zu binden“, sagte die Kultusministerin. Mit den zusätzlichen 20 Stellen für die Hauptausschreibung könnten vor allem hochqualifizierte Lehrkräfte gewonnen werden.

Hintergrund:
Das Verfahren der Lehrereinstellung 2012 unterscheidet sich insgesamt deutlich von den Vorjahren. Das Ministerium muss abwarten, welche konkreten Änderungen sich beim Übergang von Grundschülern auf die weiterführenden Schulen und hinsichtlich des Schulwahlverhaltens an Werkrealschulen nach Abschluss der Klassenstufe 9 ergeben. Über das endgültige Einstellungsvolumen kann erst nach Auswertung der Lehrerberichte zu den voraussichtlichen Schüler- und Klassenzahlen und weiteren Stellenrechnungen Ende Mai 2012 entschieden werden. Die Landesregierung hat deshalb die Stellenkontingente des Hauptausschreibungsverfahrens in einem solchen Umfang erweitert, dass dennoch der notwendige Spielraum bei der Festlegung des Gesamteinstellungsvolumens erhalten bleibt, um auch später im Listenverfahren noch notwendige Maßnahmen zum Ausgleich der Unterrichtsversorgung vornehmen zu können.

Interessierte Bewerberinnen und Bewerber können sich im Internet unter www.lehrereinstellung-bw.de über die neuen Stellenausschreibungen informieren.

 

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