Halbzeitbilanz der SPD Kreistagsfraktion Rhein-Neckar: Kreisumlage gesenkt / JobCenter Rhein-Neckar endlich am Start

Veröffentlicht am 26.03.2012 in Kreistagsfraktion

„Wir haben ein klares Profil in der Kreispolitik gewonnen“, fasste der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Ralf Göck die bisherige politische Arbeit seit 2009 im Kreistag Rhein-Neckar zusammen: „Wir haben die Kreispolitik im Sinne der Kreisgemeinden und benachteiligter Menschen mitbestimmt.“

So werde seit drei Jahren bei der Kreisumlage der Gemeinden genauer nachgerechnet, was den Gemeinden zugemutet werden kann. Seit Jahren liege der Rhein-Neckar-Kreis erstmals wieder unter dem Landesschnitt bei diesem für die meisten Gemeinden sehr hohen Ausgabe-Block, der häufig fast die Höhe der gesamten Personalausgaben der Gemeinde erreiche. „Das ist ein Verdienst unseres Fraktionsvorsitzenden“, lobte der finanzpolitische Sprecher Uwe Kleefoot die Hartnäckigkeit Göcks in dieser Frage, der gelegentlich von Mitbewerbern als „Kreisumlagesenkungsheld“ verspottet werde, „aber mit diesem Spott kann er gut leben“.

Und trotz dieser Sparsamkeit im Sinne der Gemeinden seien die Kreisaufgaben positiv mitgestaltet worden: im sozialen Bereich wurde mit dem neuen „Job Center Rhein-Neckar“ ein seit 2007 in die Debatte gebrachter Wunsch der SPD umgesetzt. Dass alle Fraktionen zugestimmt haben, beim Arbeitsmarktprogramm mitzuwirken, wertet Göck als besonders erfreuliches Ergebnis der Kommunalpolitik für langzeitarbeitslose Menschen im Rhein-Neckar-Kreis. Dr. Göck hatte dies in der Kreistags-Debatte gegen die in dieser Frage eher zurückhaltende Kreisverwaltung für alle überzeugend begründet. Jetzt verspricht sich die SPD Fraktion eine effektivere Arbeit für die von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen.

Weitere soziale Errungenschaften, an denen die SPD-Sprecherin im Sozialausschuss, Renate Schmidt (Eppelheim) und ihr Vertreter Lars Castellucci (Wiesloch) maßgeblich beteiligt waren, sind die Neufestlegung der Vergleichsräume mit der Anpassung der Leistungen an die realen Mietkosten und die Förderung der Schulsozialarbeit durch den Bund und das Land, was mit der neuen Landesregierung durchgesetzt wurde. Auch die Förderung der Integration von wesentlich behinderten Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt inklusive der Bereitstellung von Praktikums- und Arbeitsplätzen in den Einrichtungen des Kreises, also vor allem beim GRN und jetzt auch bei der AVR schreiben sich die Sozialdemokraten auf ihre Fahne. Immer noch auf dem Wunschzettel stehe das „Sozialticket“ im Nahverkehr für Geringverdiener, „aber das muss praktikabel und finanzierbar sein“.

Für ganz wichtig hält die SPD-Fraktion die Weiterentwicklung des beruflichen Schulwesens im Kreis und eine gute Ausstattung der vorhandenen Einrichtungen. „Über das Konjunkturpaket konnten wir einiges zusätzlich anschaffen“, resümiert Hans-Jürgen Krieger, schulpolitischer Sprecher der Fraktion. Die Sanierung und der Neubau bei der Helen-Keller-Schule seien inzwischen umgesetzt. „Auf Antrag unserer Fraktion beschloss der Kreistag die Anforderung weiterer sozialwissenschaftlicher Gymnasien, die in der Zwischenzeit an allen drei in Frage kommenden Schulstandorten eingerichtet worden sind. Außerdem formulierten wir maßgeblich die strategische Zielsetzung des Kreises im Bereich Bildung“, ergänzt Krieger. „Für den Sport haben wir die Erhöhung der Übungsleiterzuschüsse erfolgreich eingefordert“, so der sportpolitische Sprecher Wolfgang Zahner.

Eine völlige Neuausrichtung der Kreispolitik habe die Fraktion auch im Bereich Klimaschutz mit initiiert, erinnerte Uwe Kleefoot an seinen Antrag dazu im Frühjahr 2010, dem nun eine Zusammenarbeit mit der KLIBA, die Entwicklung eines kreisweiten Wärmeatlas und die CO-2-Bilanzierung folgen würden.

Mit der Abfallverwertungsgesellschaft AVR und ihrer Tochter AVR Energie werde man auch einen „Akteur“ im Energiebereich entwickeln, so Kleefoot, der den kreisweit anfallenden Biomüll und Holzabfall energetisch nutze und auch in erneuerbare Energien investiere.

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de