Nils Schmid: "Die angeblichen rechtlichen Bedenken des Ministerpräsidenten sind vorgeschoben, um den Koalitionsstreit mit der FDP zu verschleiern"
Nils Schmid: "Die angeblichen rechtlichen Bedenken des Ministerpräsidenten sind vorgeschoben, um den Koalitionsstreit mit der FDP zu verschleiern"
Nils Schmid, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, sieht in der heutigen Ankündigung von Ministerpräsident Mappus zum Kauf von Steuerdaten eine durch nichts begründete Verzögerungstaktik und ein nach wie vor halbherziges Engagement in der Sache. Die Klärung der rechtlichen Unbedenklichkeit des Erwerbs von Steuerdaten durch den Staat hätten sowohl der Bund als auch andere Bundesländer längst vorgenommen. Schmid wirft dem Ministerpräsidenten vor, sich hinter angeblichen rechtlichen Bedenken zu verstecken, um den Koalitionsstreit mit der FDP zu verschleiern.
"Beim Kauf der CD mit Material zu Steuerhinterziehern kann Mappus als neuer Regierungschef gleich mal Führungsstärke und Durchsetzungswillen an der richtigen Stelle zeigen", sagte Schmid. Er forderte Mappus auf, seinen liberalen Koalitionspartner beim Kauf der Steuerdaten in die Schranken zu weisen. Die FDP-Politiker Goll und Rülke machten sich mit ihrer ablehnenden Haltung zum Erwerb der Steuer-CD durch das Land objektiv zum Schutzpatron von Steuerhinterziehern.
Schmid bezeichnete die heute vom Finanzministerium bekannt gegebene Zahl von 566 Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung in Baden-Württemberg allein in den letzten beiden Wochen als ausgesprochen hoch. Er wertete dies als erste positive Auswirkung der angebotenen Steuerdaten aus der Schweiz. Diese Entwicklung zeige, dass bereits die Diskussion über den Ankauf von Daten zu erheblicher Verunsicherung bei den Steuersündern im Land geführt habe.
Bei den Selbstanzeigen handele es sich allerdings nach aller Erfahrung nur um die Spitze des Eisbergs. "Damit der Druck auf die Steuerhinterzieher aufrecht erhalten werden kann, muss der öffentlichen Debatte nun auch rasch der Kauf von Daten folgen", verlangte Schmid. Andernfalls würde die Bereitschaft zur Selbstanzeige und zur ordnungsgemäßen Besteuerung von Kapitalvermögen rasch wieder verschwinden.
Die Bekämpfung von Steuerkriminalität und die Durchsetzung einer gleichmäßigen Besteuerung aller Bürger sind nach Auffassung von Schmid für ein demokratisches und soziales Gemeinwesen unverzichtbar. Dazu gehöre auch eine verbesserte Personalausstattung der Steuerverwaltung im Land. Nach Berechnungen des Rechnungshofes erbringe ein Prüfer im Durchschnitt das 2,5-fache der entstandenen Personal- und Sachkosten durch zusätzliche Steuereinnahmen. Durch den unverantwortlichen Personalabbau in der Steuerverwaltung komme es dort zu erheblichen Vollzugs- und Erhebungsdefiziten. Dem Land gingen dadurch jedes Jahr viele Millionen an Steuereinnahmen verloren.
Homepage SPD-Landesverband
30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung. Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen
25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen
25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen
11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen
11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de