Keine Stimme für den Verkauf

Veröffentlicht am 10.11.2005 in Kreistagsfraktion

Für einen Verkauf und damit einer Privatisierung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen des Rhein-Neckar-Kreises steht die SPD-Kreistagsfraktion nicht zur Verfügung. "Keine einzige Stimme aus meiner Fraktion wird es für eine solche Maßnahme geben", so Fraktionsvorsitzender Helmut Beck (Sinsheim).

Sollte Landrat Dr. Jürgen Schütz eine diesbezügliche Aussage tatsächlich gemacht haben, dann kann dies nach Auffassung von Beck nur aus einer gewissen Verärgerung heraus über den angedrohten Streik und die damit verbundenen Einnahmeausfälle geschehen sein. Ebenso eindeutig weist Fraktionschef Beck jedoch auch die Unterstellung der Gewerkschaft ver.di, dass ein Verkauf möglicherweise bereits von vornherein geplant gewesen sein, mit Nachdruck zurück. Hier liegt die Entscheidung eindeutig beim Kreistag und in diesem Gremium wurde dieses Thema bislang nicht einmal andeutungsweise erörtert.

Sollten die Bemühungen des Kreises zum Abbau des strukturellen Defizits bei den Krankenhäusern und den REHA-Kliniken, die auch von der SPD-Kreistagsfraktion mitgetragen werden, jedoch weiterhin nicht akzeptiert werden, so schliesst Beck für die Zukunft nicht aus, dass sich aus der momentanen Beschlusslage (Übernahme aller Tarifvereinbarungen bei Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden, keine betriebsbedingten Kündigungen u.v.a.) im weiteren Verlauf eine potentielle Kreistagsmehrheit für eine Privatisierung entwickelt.

"Dies sollten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren Entscheidungen bedenken. Dies soll keinesfalls als versteckte Drohung empfunden werden. Ich will dadurch aber unmissverständlich klarstellen, mit welchem Risiko gerechnet werden muss", so Beck. Es ist dringend geboten, dass alle Beteiligten wieder auf die Grundlage sachlicher Gespräche über die Gesamtproblematik zurückfinden und hierbei auch die Beschlüsse des Kreistages Beachtung finden.

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de