Neuer Wagniskapitalfonds für junge Unternehmen

Veröffentlicht am 27.08.2014 in Landespolitik

Bild: StartUp Stuttgart – Gründergrillen

Das Land Baden-Württemberg schließt im Rahmen seiner Gründeroffensive eine Lücke bei der Finanzierung von jungen Unternehmen. Der neue Venture-Capital-Fonds Baden-Württemberg kann ab sofort für junge, innovative Unternehmen im Land Mittel von bis zu 20 Millionen Euro bereitstellen. Das Geld wird in Form von Minderheitsbeteiligungen in technologieorientierte Unternehmen investiert, die sich in der schwierigen Start-Up-Phase nach ihrer Gründung befinden. In dieser sind die nötigen Investitionen und gleichzeitig die operativen Verluste oft noch besonders hoch.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bringt mit einem Kapitalanteil von 50 Prozent vier Millionen Euro in den Fonds ein. Die SV SparkassenVersicherung Lebensversicherungs AG und die Württembergische Versicherung AG beteiligen sich mit jeweils zwei Millionen Euro. Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg managt den Fonds und ist vertraglich verpflichtet, zusätzlich immer im Verhältnis 1:4 zu investieren.

Der Fonds selbst startet mit einem Fondsvolumen von acht Millionen Euro. Zwei Millionen bringt die MBG Baden-Württemberg als Parallelinvestor ein. Darüber hinaus kann die MBG in Form von offenen oder in einer späteren Phase von stillen Beteiligungen das Finanzierungsvolumen auf insgesamt rund 20 Millionen Euro ausweiten. Erfahrungen zeigen, dass ein solches Engagement durch die öffentliche Hand auch eine Signalwirkung an private Investoren entfaltet.

Baden-Württemberg hat 2011 mit verschiedenen Maßnahmen eine neue Gründeroffensive gestartet. Es will so den Ruf des Landes als Gründerland wiederbeleben. Im Vordergrund stehen dabei vor allem nachhaltige Hightech-Gründungen. So steht das Land zusammen mit Bayern bei der Gründungsintensität im Bereich der forschungsintensiven Industrie im Vergleich zu allen Bundesländern an der Spitze.

Gleichzeitig hat Baden‐Württemberg die modernste Struktur der industriellen Gründungen (den höchsten Anteil von Gründungen in forschungsintensiven Branchen an allen Gründungen im verarbeitenden Gewerbe). Zudem überleben Neugründungen deutlich länger als in anderen Bundesländern. So steht Baden-Württemberg sowohl bei der 5-Jahres-Überlebensquote von Neugründungen im Hightech-Sektor als auch bei der 5-Jahres-Überlebensquote von Neugründungen über alle Branchen hinweg an der Spitze laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.

„Mit dem heutigen Fondsstart wollen wir ein Signal setzen: Das Land unterstützt den Mut und die Risikobereitschaft von Gründerinnen und Gründern. Unser Land soll Schrittmacher bei der technologischen Entwicklung sein – nicht bloß Schritt halten. Wir erweitern damit die Finanzierungskette für innovative Unternehmen und ergänzen bestehende Finanzierungsangebote sinnvoll.

Gleichzeitig fügt sich der Fonds nahtlos in unsere Gründeroffensive ein. So haben wir unter anderem die Gründungsberatungen im Land deutlich ausgebaut, ebenso das Instrument der Innovationsgutscheine, durch das kleine und mittelständische Unternehmen einen besseren Zugriff auf Forschungsleistungen erhalten. Ziel unserer Gründeroffensive sind nachhaltige Unternehmensgründungen, die sich gut entwickeln und Jobs schaffen“, sagt Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid.

Weitere Infos unter vc-fonds-bw.de >>>
 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de