Neujahrsempfang: Wenn Einwohner zu Bürgern werden

Veröffentlicht am 21.01.2014 in Kommunalpolitik

„Ein gutes 2014 – und 300 Jahre Kehrwoche im Schwäbischen“ so schickte das kommunalpolitische Urgestein Ivo Gönner, Oberbürgermeister von Ulm, die SPD Rhein-Neckar und ihre vielen Gäste auf ihrem traditionellen Neujahrsempfang ins Neue Jahr. „Gönn dir den Gönner“, so hatte die SPD Rhein-Neckar nach Neckargemünd eingeladen und Thomas Funk, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der SPD Rhein-Neckar, begrüßte alle, die dem Aufruf gefolgt waren.

Nach einem kurzen Ausblick auf die Europa- und Kommunalwahlen stellte er zufrieden die positive Mitgliederbilanz aus 2013 vor, die sich mit 120 Neumitgliedern sehen lassen kann.

Der Neckargemünder Bürgermeister Althoff machte in seiner Begrüßung deutlich, dass die SPD im Land starker und gewichtiger Partner der Kommunen sei, und der neue SPD-Bundestagsabgeordnete und langjährige stellvertretender SPD-Landesvorsitzender Dr. Lars Castellucci leitete in seinem Grußwort zu Ivo Gönner über, in dem er diesen zitierte: „Aus Einwohnern Bürgerinnen und Bürger machen, das ist die Kernaufgabe der Kommunalpolitik.“

Die Gäste erlebten einen hervorragenden Gönner, der es versteht, Lust auf Kommunalpolitik zu machen. Ivo Gönner stellte die kommunale Selbstverwaltung in den Mittelpunkt der Politik für die Menschen. Mit einem geschichtlichen Rückblick auf die großen politischen Ereignisse der letzten 100 Jahre in Deutschland – u.a. Beginn Erster Weltkrieg vor 100 Jahren, Beginn Zweiter Weltkrieg vor 75 Jahren, 65 Jahre Grundgesetz, 25 Jahre Wiedervereinigung und: 300 Jahre Kehrwoche! – sowie einem Ausblick auf die vielen Jubiläen 2014, machte er deutlich: „Ohne stabile Kommunen ist kein Staat zu machen.“

Er rief dazu auf, in der Kommune beherzt und engagiert aufzutreten und die eigenen Erfahrungen aus Beruf und Familie sowie die gesammelte Lebenserfahrung verantwortungsvoll einzubringen. Die großen Herausforderungen der Zukunft müssten in den Kommunen bewältigt werden. Deshalb sei es gut, dass der Koalitionsvertrag die Gewerbesteuer als finanzielle Grundlage für den Gestaltungsspielraum der Kommunen nicht in Frage gestellt habe. Es sei gut, dass die Wasserversorgung nicht privatisiert werde und er stellte klar: „Unsere Energiewende braucht kommunale Akteure.“ Er lobte die Landesregierung für die Vereinbarung mit den Kommunen zur Ganztagesschule.

Mit seinem Ausblick in die Zukunft und der Ausführung seiner Vorstellungen von einer integrierten Mobilitätskarte für alle, ging es über in den gemütlichen Teil mit Weißwurst, Brezeln und sehr guten Gesprächen.

Die musikalische Begleitung durch die Pepperonis, dem Kinderchor des Liederkranz 1857 Neckargemünd e.V., verlieh dem Empfang eine Prise musikalischen Pfeffer. Mit dem wunderbaren Lied Hakuna Matata (es gibt keine Schwierigkeiten), einer Redewendung aus dem Swahili, stimmten auch die kleinen Künstler mit fröhlichen Stimmen auf das Neue Jahr ein.

So konnte Monika Molitor-Petersen für das Organisationsteam am Ende mit den Worten vernommen werden „ein wenig geschwitzt haben wir schon im Vorfeld, nachdem es das Niveau des letzten Jahres zu halten galt und nun dürfen wir auch mal ein bissel stolz sein, dass es uns tatsächlich gelungen ist – nicht zuletzt dank der Unterstützung der Neckargemünder SPD“. Vor genau einem Jahr hatte nämlich mit Hannelore Kraft im Jubiläumsjahr der Partei der größte Empfang in der Geschichte der örtlichen Partei stattgefunden, der vielen noch heute in Erinnerung ist.

 

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