Politischer Aschermittwoch der SPD Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 12.03.2025 in Veranstaltungen

Der ehemalige SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz und der Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg Andreas Stoch stehen Arm in Arm auf einer Bühne nebeneinander und winken ins Publikum.

Beim traditionellen Politischen Aschermittwoch der SPD Baden-Württemberg in Ludwigsburg folgten rund 600 Gäste den feurigen Aschermittwochsreden von unserem Landesvorsitzenden Andreas Stoch und dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz. Natürlich stand der diesjährige Aschermittwoch stark im Zeichen der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD im Bund.

So kommentierte Andreas Stoch die im Raum stehenden Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur: "Das ist kein Wumms mehr und auch kein Doppel-Wumms. Das ist viel, viel mehr. Eintausend Milliarden - das ist gewaltig. Wir reden über das größte Investitionspaket in der Geschichte der Bundesrepublik. Nicht nur der Bund, auch die Länder werden in einem deutlichen Maß von den Beschränkungen der Schuldenbremse befreit. Die Investitionsbremse, die Zukunftsbremse wird korrigiert. So wie wir es wieder und wieder gefordert haben."

Andreas Stoch machte auch deutlich, was das für die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg bedeutet und richtete zugleich den Blick auf die Landtagswahlen im kommenden Frühjahr: "Die Zeit der Ausreden für landespolitisches Nichtstun in nahezu allen Bereichen ist damit endgültig vorbei. In Baden-Württemberg fehlen die meisten Wohnungen. Wir haben die größte Bildungsungerechtigkeit und die Landesregierung schaut schulterzuckend dabei zu. Wir verlieren im Moment Industriearbeitsplätze - das kann nicht der Anspruch von Politik sein. Wir brauchen eine Regierung, die handelt. Und das kann in Baden Württemberg nur gelingen mit der Sozialdemokratie in der nächsten Landesregierung. Wir wollen keinen Oscar für die beste Nebenrolle - wir wollen regieren!"

Martin Schulz richtete in seiner Rede den Blick auf's große Ganze und beschrieb in seiner mit stehenden Ovationen bedachten Rede, was eine sozialdemokratische Gesellschaft ausmacht: "Respekt vor dem Individuum und Toleranz gegenüber dem Anderem. Und mit dem Anderen meine ich nicht nur die andere Person, sondern auch die andere Meinung, Religion, Tradition, oder Sprache. Respekt vor dem Individuum und Toleranz gegenüber dem anderen sind in ihrer Kombination die Grundvoraussetzung für ein würdiges Zusammenleben von Menschen. Denn ohne Respekt und Toleranz gibt es keine Würde. Man kann seine eigene Würde nur bewahren, indem einem selbst Respekt und Toleranz entgegengebracht werden. Und das ist dann auch eine Pflicht: Respekt und Toleranz den anderen gegenüber zu praktizieren ist die Grundlage einer sozialen und demokratischen Gesellschaft. Gerechte Verteilung des Wohlstands, gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben, an der Bildung und an der Verteilung dessen, was das wirtschaftliche Potenzial erwirtschaftet."

 

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