SPD-Forderungen zum Internationalen Frauentag

Veröffentlicht am 08.03.2024 in Landespolitik

Dr. Dorothea Kliche-Behnke: „Jeder Fortschritt muss weiterhin erkämpft und verteidigt werden.“

„Seit über 100 Jahren begehen wir am 8. März weltweit den Internationalen Frauentag. Die SPD steht dabei ungebrochen an der Seite derer, die für die Gleichstellung der Geschlechter und die Beseitigung von Ungerechtigkeiten streiten“, so Dr. Dorothea Kliche-Behnke, stellvertretende SPD-Landesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Nicht selten schien es, dass gesellschaftlicher Fortschritt und Verbesserungen in der Gleichstellung der Geschlechter keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann sind. Der Aufstieg der AfD und das aufgeheizte gesellschaftliches Klima machen jedoch deutlich: Jeder Fortschritt muss erkämpft und verteidigt werden.“ 

Kliche-Behnke weiter: „Eine Welt, in der Frauen selbstbestimmt, sicher und frei leben können, ist keine Utopie. Diskriminierung, Benachteiligung und Ungerechtigkeiten sind das Ergebnis von Politik und können durch Politik beseitigt werden. Es ist viel zu tun.“

Zum diesjährigen Weltfrauentag fordert die SPD Baden-Württemberg:

1. Arbeitsmarktzugänge erleichtern: Der Schlüssel zu Teilhabe, Armutsbekämpfung, sozialer Unabhängigkeit und Integration ist gute Arbeit. Gerade die Integration der 3,6 Millionen Frauen in Baden-Württemberg mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt ist für die SPD Baden-Württemberg von zentraler Bedeutung. Dafür braucht es überall im Land Sprach- und Integrationskurse mit Kinderbetreuung und eine schnellere und unbürokratischere Anerkennung von Ausbildungen und Abschlüssen. Erfolgreiche Projekte zur Arbeitsmarktintegration müssen raus aus der Projektfinanzierung und systematisch in die Fläche getragen werden.

2. Chancengleichheit durchsetzen: Es braucht noch vor 2026 eine Reform beim Chancengleichheitsgesetz, um die Beauftragten für Gleichstellung und Chancengleichheit zu stärken und auch in den Kommunen voranzukommen. Aktuell plant die Landesregierung keine Novellierung in dieser Legislatur, obwohl es sich hierbei um eine zentrale Stellschraube auf Landesebene handelt.

3. Lohnlücke überwinden: Wir wollen den Gender Pay Gap in Baden-Württemberg überwinden und deshalb für mehr Transparenz sorgen. Um festzustellen, wo die Entgeltlücken besonders groß sind und Handlungsbedarf zu erkennen, braucht es endlich einen umfassenden und aussagekräftigen Lohnatlas. Die Einführung haben Grüne und CDU im Koalitionsvertrag versprochen.

>>> Zum Positionspapier des SPD-Landesvorstands zum Internationalen Frauentag am 8. März 2024 (PDF)

 

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