SPD-Landesvorstand stellt inhaltliche Weichen für zweites Halbjahr 2012

Veröffentlicht am 22.07.2012 in Landespolitik

Katja Mast: "Während sich die CDU in Karlsruhe an ihrer Vergangenheit abgearbeitet hat, beschäftigen wir uns mit der Zukunft unseres Landes!"

Der SPD-Landesvorstand hat auf seiner Sitzung am Wochenende in Stuttgart wichtige inhaltliche Weichen für das zweite Halbjahr 2012 gestellt. "Während sich die CDU auf ihrem Parteitag in Karlsruhe an ihrer Vergangenheit abgearbeitet hat, beschäftigen wir uns mit der Zukunft unseres Landes", so SPD-Generalsekretärin Katja Mast.
 

Industriepolitik: Leitantrag für Landesparteitag im Herbst

 
Der Landesvorstand werde auf dem SPD-Parteitag am 29. September in Wiesloch einen industriepolitischen Leitantrag einbringen, kündigte die Generalsekretärin an. Im Rahmen der SPD-Jahreskampagne „Gute Wirtschaft – soziales Baden-Württemberg“ wird darin betont, „das Projekt der sozial-ökologischen Modernisierung der Wirtschaft“ entschieden voranzubringen. „Damit wollen wir den Erfolg der baden-württembergischen Wirtschaft zukunftsfest machen“, so Katja Mast.
 
„Mit unseren industriellen Kernen sichern wir Arbeit im Mittelstand, Handwerk und Dienstleistungsbereich. Diese Kerne gilt es jetzt, zukunftsfest zu machen“, erläuterte Mast. Als größte Zukunftsaufgabe bezeichnete sie dabei die Sicherstellung des Fachkräftebedarfs.
 
Alkoholkonsumverbot: Städte sollen selbständig entscheiden
 
Außerdem legt der Landesvorstand dem Parteitag einen Antrag vor, der zum Ziel hat, Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen zeitlich und örtlich begrenzt verbieten zu können. Der Landesgesetzgeber sei gefordert, eine Rechtsgrundlage zu schaffen, nach der dann die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg selbständig entscheiden.
 
„Sicherheitspolitik, wie wir sie verstehen, hält immer die Balance zwischen Freiheitsrechten auf der einen und dem Sicherheitsbedürfnis auf der anderen Seite. Ein Alkoholkonsumverbot kann man daher stets nur als Ultima Ratio ansehen“, so Katja Mast. „Entscheiden über ein solches müssen dabei allein die kommunalen Verantwortungsträger, die die Situation vor Ort am besten einschätzen können.“
 
Parité auf Kommunalwahllisten: Selbstverpflichtung beschlossen
 
Darüber hinaus hat die SPD-Spitze beschlossen, dem Landesparteitag eine Änderung der Wahlordnung der SPD in Baden-Württemberg vorzuschlagen. Ziel ist dabei, bei der Aufstellung von Kommunalwahllisten künftig eine verbindliche Geschlechterquote von 50 Prozent zu verankern. „Die Aufstellung der Listen erfolgt alternierend; eine Frau, ein Mann, beginnend mit dem Spitzenkandidaten oder der Spitzenkandidatin“, heißt es konkret im Antrag des Landesvorstands. Falls die Listenplätze am Schluss je nicht mehr abwechselnd besetzt werden können, werden sie mit Kandidaten gleichen Geschlechts „aufgefüllt“.
 
„Mit dieser Selbstverpflichtung machen wir klar, dass es uns ernst ist mit der Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik“, so Generalsekretärin Mast.
 
 
 
 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de