SPD zum Landeshaushalt 2013/14: Vieles auf den Weg gebracht

Veröffentlicht am 25.09.2012 in Landespolitik

Der vorliegende Haushaltsentwurf der Landesregierung für die Jahre 2013/2014 ist der erste Doppelhaushalt von Grün-Rot. Gemeinsam mit dem Koalitionspartner – aber doch mit einer starken sozial-demokratischen Handschrift – konnte in einer finanziell schwierigen Ausgangslage Vieles auf den Weg gebracht werden.

 
1. Partei der Infrastruktur
Mit verschiedenen Maßnahmen konnten weitere Verbesserungen im Bereich der öffentlichen Infrastruktur erreicht werden. Beispielsweise werden aus der Sanierungsrücklage im Doppelhaushalt über 140 Millionen Euro in Straßen und Schienenwege investiert. Hinzu kommen Mittel für den Neubau von Landesstraßen und Radwegen.
 
Der Sanierungsstau in den landeseigenen Gebäuden wird mit zusätzlichen 90 Millionen abgetragen. Aus dem Kommunalen Investitionsfonds werden 20 Millionen mehr für den Krankenhausbau eingestellt.

 

2. Partei der Bildung
Angesichts des Schuldenbergs, den uns Schwarz-Gelb hinterlassen hat, ist es unumgänglich, einen Teil der demographischen Rendite aus den zurück gehenden Schülerzahlen zu heben. Nachdem wir für das laufende Schuljahr 3.000 rechnerisch frei werdende Lehrerstellen vollumfänglich im System belassen haben, werden in den beiden kommenden Schuljahren 1.000 (2013/14) und 1.200 (2014/15) Lehrerstellen nicht wieder besetzt.

 
Dennoch sorgen wir dafür, dass alle Schulen die Lehrer bekommen, die sie benötigen. Hierfür werden die sogenannten Schöpfmittel zur kurzfristigen Behebung von Mängeln in der Lehrerversorgung um 10,3 Millionen Euro (auf 65 Millionen) angehoben und um eine Nachsteuerungsreserve von noch-mals 10 Millionen Euro ergänzt.
 
3. Partner der Kommunen
Bereits im Vorfeld des Haushaltsbeschlusses konnte mit den Städten und Gemeinden eine wichtige Übereinkunft erzielt werden. Die Vorwegentnahme des Landes aus dem kommunalen Finanzausgleich wird abgesenkt (von 365 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 340 und 315 Millionen in den Folgejahren), leistet aber dennoch einen wichtigen Konsolidierungsbeitrag, der bereits bis 2016 festge-schrieben werden konnte. Im Gegenzug beteiligen sich die Kommunen mit rund 10 Millionen an der Verkehrsfinanzierung.
 
Darüber hinaus konnte in den vertrauensvollen Verhandlungen die Basis für die weitere Kooperation mit den Kommunen im Bereich des Ganztagsschulausbaus gelegt werden.
 
4. Solide Finanzbasis
Mit dem vorliegenden Zahlenwerk kann der Konsolidierungspfad bis 2020 glaubwürdig unterlegt werden. Die Abbauschritte für das strukturelle Defizit wurden entsprechend erbracht. Gegenüber dem strukturellen Defizit von 2,5 Milliarden Euro/Jahr kann die Nettokreditaufnahme auf 1,78 Mrd. (2013) und 1,48 Mrd. (2014) abgesenkt werden.
 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de