Staatssekretärin Marion v. Wartenberg eröffnet Veranstaltungsreihe zum Jugendbegleiter-Programm

Veröffentlicht am 21.03.2013 in Landespolitik

Schulen und externe Partner sollen noch stärker zusammenwachsen – das Kultusministerium startet dazu eine Reihe von Veranstaltungen innerhalb des erfolgreichen Jugendbegleiter-Programms. Die „Kooperationskonferenzen“ richten sich an die Teilnehmer des Programms, an Schulen, Verbände, Vereine, Kommunen, Verwaltung und Wirtschaft. Sie bieten die Möglichkeiten, sich über das Jugendbegleiter-Programm zu informieren, über Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen, neue Partner zu finden und die Unterstützungsmöglichkeiten des Kultusministeriums kennenzulernen.

Geplant sind insgesamt vier Konferenzen – in jedem Regierungsbezirk eine. Die heutige (21. März) Veranstaltung im Jubez Karlsruhe bildet den Auftakt der Reihe. „Das Jugendbegleiter-Programm fördert ehrenamtliches Engagement und vielfältige Kooperationen von Schulen mit außerschulischen Partnern. Damit bereichern sie den Alltag an den Schulen und ergänzen den Unterricht“, sagte Kultusstaatssekretärin Marion v. Wartenberg bei der Eröffnung vor rund 200 Gästen.

Evaluation: Hohe Zustimmung beim Jugendbegleiter-Programm

Das Jugendbegleiter-Programm wird jährlich evaluiert. Die aktuelle Evaluation des Schuljahrs 2012/2013 ist heute auf der Kooperationskonferenz in Karlsruhe veröffentlicht worden. Sie bietet erneut erfreuliche Ergebnisse und hohe Zustimmung zum Programm. Mittlerweile ist fast jede dritte Schule in Baden-Württemberg eine Jugendbegleiter-Schule. Zusätzlich zum Grundbudget haben die teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, ein Budget für Kooperationen mit einem oder mehreren gemeinnützigen Vereinen, Organisationen oder Institutionen zu erhalten. Dies haben im laufenden Schuljahr mindestens 1.089 Partner an 851 Schulen genutzt. Der Karlsruher Bürgermeister Martin Lenz unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Kooperationen, mit denen man in Karlsruhe gute Erfahrungen gemacht habe: „Das Jugendbegleiter-Programm ist in Karlsruhe ein Erfolgsmodell. Über 500 Jugendbegleiter an 35 Schulen stellen mit ihren Betreuungs- und Bildungsangeboten einen wichtigen Baustein beim Ausbau der Ganztagesbetreuung dar.“

22.464 Jugendbegleiter gestalten an 1.582 Schulen 43.290 Stunden pro Woche

Im laufenden Schuljahr realisiert das Jugendbegleiter-Programm 43.290 Zeitstunden pro Woche an vielfältigen, unterrichtsergänzenden Bildungs- und Betreuungsangeboten. Seit dem Programmstart im Jahr 2006 mit 248 Schulen ist das Programm stetig gewachsen. Mittlerweile machen 1.582 Schulen beim Programm mit. 22.464 Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter gestalten im Rahmen ihrer Tätigkeit die Schule als Lebensraum und sind zu einer wichtigen Stütze der Schulen geworden. Das Spektrum umfasst zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung, Sport, Angebote in Kunst, Kultur, Medien, Sprach- und Leseförderung, Bewerbertrainings und vieles mehr. Die aktuelle Evaluation zeigt, wie gut das Programm an den Schulen ankommt. 94 Prozent aller am Programm teilnehmenden Schulleitungen bewerten das Programm „positiv“ bis „sehr positiv“. Lediglich 4 der 1.582 Schulen geben ein negatives Votum. 40 Prozent der Jugendbegleiter sind unter 18 Jahren. Das zeige, dass das Programm auch Jugendliche motiviere, sich für ihre Mitschüler zu engagieren. Oft sei das ein erster Schritt in ein dauerhaftes ehrenamtliches Engagement, betonte die Staatssekretärin.

Auf der heutigen Veranstaltung wurde außerdem die neue Internet-Plattform „Lokale Bildungsnetzwerke“ des Kultusministeriums vorgestellt. Schulen und Kooperationspartner werden jeweils mit einem Steckbrief samt inhaltlichen Schwerpunkten und Ansprechpartnern vorgestellt. Eine geografische Karte gibt einen Überblick, welche Kooperationsmöglichkeiten vor Ort bestehen: www.bildungsnetzwerke-bw.de

Weitere Termine:

Nach der Auftaktveranstaltung in Karlsruhe wird die Reihe im Regierungsbezirk Stuttgart am 23. April 2013 in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen fortgesetzt sowie am 14. Mai 2013 im Regierungsbezirk Freiburg (Paulussaal, Freiburg i. Br.) und am 5. Juli 2013 im Regierungsbezirk Tübingen (Stadthalle, Reutlingen).

Außerdem wird jährlich ein Fachtag mit einem thematischen Schwerpunkt veranstaltet. In diesem Jahr ist dies der Fachtag Jugendbegleiter. Schule. Nachhaltigkeit. In Fach-, Praxisvorträgen und Workshops wird das Thema konkretisiert und dargestellt, wie es im Rahmen des Jugendbegleiter-Programms für Kinder und Jugendliche erlebbar wird. Der Fachtag findet am 13. Juni 2013 in Kooperation von Kultusministerium, Umweltministerium und Jugendstiftung Baden-Württemberg in der Liederhalle in Stuttgart statt.

Hintergrundinformationen:

Das Jugendbegleiter-Programm wurde 2006 ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, Schulen über ein Budget die Möglichkeit zu geben, außerunterrichtliche Bildungs- und Betreuungsangebote nach dem jeweiligen Bedarf einzurichten. Es muss sich nicht um Ganztagsschulen handeln. Ca. 50 Prozent der Jugendbegleiter-Schulen sind nach eigenen Angaben Ganztagsschulen. Das Budget, das die Schulen vom Land erhalten, richtet sich nach der Zahl der wöchentlich geleisteten Jugendbegleiter-Stunden und liegt zwischen 2.500 und 7.000 Euro. Hinzu kann ein zusätzliches Budget für Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen, Vereinen, Verbänden in Höhe von 500 bis 1.500 Euro kommen.

Weitere Programminformationen unter: www.jugendbegleiter.de

 

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