Wahlkreis 40: Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein geht mit breiter Unterstützung in den Wahlkampf

Veröffentlicht am 19.07.2010 in Partei

Die Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein geht mit einer breiten Unterstützung in den Wahlkampf für die Landtagswahl am 27. März kommenden Jahres. Bei der Nominierungskonferenz für den Wahlkreis 40, der die Gemeinden Altlußheim, Brühl, Eppelheim, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt, Reilingen und Schwetzingen umfasst, wurde die 61-jährige Altlußheimerin am Samstagmittag im Haus der Feuerwehr von 57 der 63 anwesenden und stimmberechtigten Delegierten mit 93,4 Prozent des Votums zur Landtagskandidatin bestimmt.

Gastredner vor der Kandidatenkür war der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Claus Schmiedel. Der Kreisvorsitzende Thomas Funk hatte nach der Eröffnung durch Versammlungsleiter Jan Kritzer die Vertreter aller Ortsvereine im Wahlkreis begrüßt, bevor Schmiedel das Wort ergriff.

Der Gast aus dem Schwäbischen hatte sich den Termin in der Kurpfalz zur Nominierung von Rosa Grünstein nur allzu gerne geblockt, „brauchen wir doch Kandidatinnen wie sie, die mit der Heimat verbunden das Schicksal jedes einzelnen wichtig nehmen“.

Zuvor ging Schmiedel mit der schwarz-gelben Koalition in Berlin hart ins Gericht. Die Bundesregierung betreibe eine „kalte und herzlose Familienpolitik“. Die baden-württembergische SPD werde daher für eine zukunftsfähige Politik im Land werben und „eine bessere Alternative anbieten: Für eine Regierung, die von Sozialdemokraten angeführt wird.“

Die „intensive Wahlkreisarbeit“ werde auch weiterhin ein Schwerpunkt ihrer Arbeit bleiben, versprach Rosa Grünstein in ihrer Nominierungsrede. Die mangelhafte Umsetzung der Stuttgarter Bildungspolitik, die Finanzpolitik von Land und Bund mit der „unerträglichen Situation für die Kommunen“, unsoziale Einsparungen bei den Schwächsten der Gesellschaft und das Festhalten an der Atomkraft waren nur einige der Kritikpunkte, mit denen sich die Abgeordnete, die auch Mitglied des Petitionsausschusses ist und im Umweltausschuss arbeitet, befasste.

Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bei den Atomkraftwerken bedeute gleichzeitig die „Verhinderung von Innovationen von alternativen Energien“, so Grünstein weiter. Gerade Baden-Württemberg mit seinen innovativen Firmen könne im Bereich der erneuerbaren Energien aber eine Vielzahl an neuen Arbeitsplätzen schaffen „und damit unsere Wirtschaft entscheidend stützen“. Die Politik müsse „kleine und mittlere Betriebe, die die Mehrzahl der Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern“, durch gezielte Kredite und Unterstützung fördern.

Der besondere Dank für die letzten zehn Jahre als Landtagsabgeordnete galt ihrem „Lehrmeister“ Karl Peter Wettstein. Der ehemalige Landtagsabgeordnete aus Plankstadt hatte Grünstein 1996 als Zweitkandidatin in den Wahlkampf geholt.

Für die Ersatzkandidatur für die Landtagswahl 2011 nominierten die Delegierten dieses Mal ebenfalls erneut eine Frau. Die vorbereitende Konferenz der Ortsvereinsvorsitzenden hatte im Februar bereits Renate Schmidt empfohlen. Jetzt erhielt die 52-jährige verheiratete Heilpädagogin und Mutter eines erwachsenen Sohnes aus Eppelheim 57 von 60 gültigen Stimmen und das Vertrauen von 95 Prozent der Delegiertenversammlung.

„Handeln ist meine Devise“, versprach die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und Kreis- und Gemeinderätin, gemeinsam mit Rosa Grünstein „im Tandem“ für den Wahlkreis Schwetzingen zu kämpfen: „Zwei Frauen könnten es schaffen, Gerhard Stratthaus in den Ruhestand zu schicken.“

„Gemeinsam werden wir dieser Landesregierung die rote Karte zeigen und sie am 27. März 2011 vom Platz stellen“, gab es für die beiden kämpferischen SPD-Frauen abschließend noch viele Gratulationen und Blumen.

Landtagskandidatin Rosa Grünstein erhielt aus den Händen der Schwetzinger Jusos „als neu gewählter Käpt’n “ einen roten Fußball, der SPD-Kreisverband Rhein-Neckar überreichte der Genossin einen großen Luftballon als „rotes Herz der Kurpfalz“.

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de