#Weltfrauentag Schnelle Hilfen für Frauen auf der Flucht

Veröffentlicht am 08.03.2022 in Pressemitteilungen

Der Krieg in der Ukraine rückt am Weltfrauentag auch die Notsituation geflüchteter Frauen und Mädchen in den Fokus. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und Stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg, betont: „Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen hat für mich höchste Priorität. Es sind zumeist Frauen, die aktuell die Strapazen der Flucht aus Kriegsgebieten erleben und entsprechend unter den psychischen Langzeitfolgen leiden. Ihnen muss jetzt schnell und unbürokratisch geholfen und neben der medizinischen Versorgung auch eine psychologische Betreuung gewährleistet werden. Ein entschlossenes Vorgehen sowohl bei schnellen Hilfen für Frauen und Mädchen auf der Flucht als auch grundsätzlich bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt gegen Frauen ist entscheidend. Entsprechend werden wir im Bund eine ressortübergreifende, umfassende politische Strategie gegen Gewalt an Frauen verabschieden.“

Die finanzielle und gesellschaftliche Gleichstellung von Männern und Frauen ist auch in Friedenzeiten jedoch noch lange keine Realität, und hat sich durch die pandemische Situation der letzten Jahre erheblich verschlechtert. „Gerade in Krisensituationen sind es oft Frauen, die unbezahlte Sorgearbeit in ihren Familien leisten, vermehrt im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und in ihrer beruflichen Laufbahn zurückstecken“, so SPD-Landeschef Andreas Stoch. Die SPD Baden-Württemberg tritt ein für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, für den Ausbau guter, kostenloser Kinderbetreuung, und mehr Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen.

„Die Mindestlohnerhöhung auf 12 € ist ein Schritt zur Schließung der Lohnlücke, die gerade in Baden-Württemberg doppelt so viele Frauen wie Männer betrifft. Aber wir brauchen auch grundsätzlich eine Neubewertung der gesellschaftlichen Relevanz von traditionell weiblich besetzten Berufen in Pflege, Bildung und Erziehung, um endlich mehr Gleichstellung zu erreichen“, so Stoch.

Die SPD Baden-Württemberg unterstützt die zum Internationalen Frauentag geplante Aktion „Rote Karte gegen Hassrede“ der ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratische Frauen) und der Jusos in Baden-Württemberg gegen Hate Speech und für mehr Respekt in der Sprache.  „Eine Gesellschaft, die sich zur Gleichstellung bekennt, sollte dies auch in ihrem Auftreten und ihrem Sprachgebrauch zum Ausdruck bringen“, betont Andreas Stoch die Wichtigkeit der Verwendung geschlechtergerechter Sprache. „Veraltete Sprachformen verstärken Diskriminierung und Ungleichheit. Ziel muss es sein, alle Geschlechter auf respektvolle Art und Weise anzusprechen. Das ist heutzutage nicht nur zeitgemäß, sondern die Pflicht einer offenen und demokratischen Gesellschaft.“

Stuttgart, 08.03.2022

 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de