Wir wollen noch mehr junge Frauen für technische Berufsausbildung gewinnen

Veröffentlicht am 02.07.2012 in Landespolitik

"Wir brauchen mehr Frauen in MINT-Berufen! Und wir kommen unserem Ziel Schritt für Schritt näher", sagte Wirtschafts- und Finanzminister Schmid beim Bilanzgespräch des Bündnisses "Frauen in MINT-Berufen" in Reutlingen. Schmid und Vertreterinnen und Vertreter der 24 Partner zogen heute bei der Firma Bosch eine Jahresbilanz des 2011 gegründeten Bündnis'.

„Wir verzeichnen Fortschritte in der akademischen Bildung – 29 Prozent aller Studienanfängerinnen beginnen ein Studium in einem MINT-Fach“, sagte Schmid. „Es bleibt aber noch viel zu tun, vor allem im Bereich der dualen Ausbildung. Wir wollen noch mehr junge Frauen für eine technische Berufsausbildung gewinnen“, erläuterte Schmid.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat deshalb im Februar den Kreativwettbewerb „Zeig uns MINT in deinem Leben“ für Mädchen zwischen 12 und 17 gestartet. Der Wettbewerb lädt Mädchen zu einer MINT-Entdeckungstour im Alltag ein und möchte somit Schülerinnen für eine duale Ausbildung im technischen Bereich begeistern.
 
Ziel des Bündnis’ ist es, die Frauenerwerbstätigkeit im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu erhöhen sowie die Aktivitäten der Bündnispartner im Bereich „Frauen in MINT-Berufen“ zu bündeln, abzustimmen und zu vernetzen. Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ leisten ihren Beitrag zu den Zielen der Fachkräfte-Allianz Baden-Württemberg: zum einen, die Beschäftigung von Frauen zu steigern und zum anderen die Zahl der Beschäftigten in den MINT-Berufen zu erhöhen.
 
Das „Bündnis Frauen in MINT-Berufen“ wurde 2011 von Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Kultusministerium und Sozialministerium sowie 24 Partnern aus Arbeitgeber-, Berufs- und Branchenverbänden, Gewerkschaften, Frauennetzwerken, Hochschulen, Stiftungen sowie den Kontaktstellen Frau und Beruf und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit unterzeichnet.
 
„Mit 24 Bündnispartnern und viel Engagement von allen Seiten, ist es gelungen, die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ politisch zu verankern. Zahlreiche Einzel-Maßnahmen und Akteure wurden in einem Aktionsprogramm gebündelt“, betonte Schmid.
Im Rahmen des Bilanzgesprächs konnte Minister Schmid sechs neue Bündnispartner begrüßen: das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer Gesellschaft, das Forschungsbündnis „innBW - Innovationsallianz Baden-Württemberg“, die Ingenieurkammer Baden-Württemberg, das Beratungsunternehmen „Konzepte für Bildung und Soziales“ und Photonics BW, Kompetenznetz für Optische Technologien.
 
Kreativwettbewerb: „Zeig uns MINT in deinem Leben“
Der Kreativwettbewerb „Zeig uns MINT in deinem Leben“ soll Mädchen zeigen, dass MINT überall in ihrem Leben steckt: Im Facebook-Profil und in der Kopfschmerztablette, sogar im Turnschuh und in der Wimperntusche. Ihre Videos, Fotos, Plakate, Collagen, Zeichnungen oder Grafiken können die Teilnehmerinnen noch bis 14. Juli 2012 auf www.mint-frauen-bw.de hochladen.
 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de