Wir unterstützen den Aufruf der Gewerkschaften zur Demonstration am 14. Februar 2006 in Straßburg
Wir unterstützen den Aufruf der Gewerkschaften zur Demonstration am 14. Februar 2006 in Straßburg
Nur ein soziales Europa ist ein starkes und bürgernahes Europa. Lohn- und Sozialdumping dürfen in Europa keine Chance haben. Einen Wettlauf um die niedrigsten Standards zwischen den EU-Mitgliedsstatten darf es durch die weitere Öffnung des EU-Dienstleistungsmarktes nicht geben. Die europäische Gesetzgebung betrifft die Menschen in Baden-Württemberg unmittelbar. Dies gilt nicht nur wegen der Grenzlage unseres Landes, sondern auch weil wir wirtschaftlich und auch politisch im Herzen Europas stehen. Wir wollen die Politik der EU zum Wohle der Menschen aktiv mitgestalten.
Unsere Position im Land und für Europa ist daher eindeutig :
• Bei der Erbringung von Dienstleistungen müssen die Arbeits-, Gesundheits- und Lohnbedingungen des Landes gelten, in dem sie erbracht werden. Ihre Einhaltung muss durch die Stellen des Staates kontrolliert werden, in welchem sie erbracht werden. Nur so lassen sich Lohn- und Sozialdumping effektiv vermeiden.
• Hohe Standards beim Umweltschutz dürfen nicht durch eine Öffnung der Dienstleistungsmärkte ausgehöhlt werden. Dies führt zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen in Europa und gefährdet Arbeitsplätze.
• Dienstleistungen von öffentlichem Interesse, wie die sozialen Dienste, die Wasserversorgung oder der öffentliche Rundfunk, dürfen nicht schutzlos dem Diktat des Wettbewerbs unterworfen werden.
Der Vorschlag der EU-Kommission zur Dienstleistungsrichtlinie wird diesen Forderungen nicht gerecht und muss deshalb grundlegend überarbeitet werden. Gerade Baden-Württemberg als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas und als ein Land, in dem der Dienstleistungsbereich der Motor unseres Wachstums ist, würde die negativen Auswirkungen der vorgelegten Richtlinie mit ganzer Wucht zu spüren bekommen.
Wir wollen eine Regelung, die den freien Marktzugang für Dienstleistungserbringer gewährleistet, zugleich aber soziale Standards und Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in allen EU-Ländern wahrt. Wir wollen ein gerechtes Europa. Wir wollen, dass es den Menschen in Baden-Württemberg auch in Zukunft möglich ist, in einem geeinten Europa in Wohlstand zu leben und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft zu erhalten.
Deshalb unterstützt der Landesverband Baden-Württemberg der SPD den Aufruf des Deutschen und des Europäischen Gewerkschaftsbundes am 14. Februar 2006 in Straßburg unter dem Motto „Europa JA – Sozialdumping NEIN!“ für die sozial gerechte Ausgestaltung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und gegen Lohn- und Sozialdumping zu demonstrieren.
Wir rufen dazu auf, sich an den Demonstrationen der Gewerkschaften in Berlin und Straßburg zu beteiligen, denn es geht um die Frage wie gerecht wir leben und arbeiten wollen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wissen, wofür wir stehen: „Mehr Gerechtigkeit“.
Homepage SPD Rhein-Neckar
30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung. Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen
25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen
25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen
11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen
11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de