Hauptschulen: Aufwertung möglich

Veröffentlicht am 26.02.2007 in Pressemitteilungen

"Wir müssen die Hauptschulen aufwerten und Hauptschülern Perspektiven geben", sagt der Landtagsabgeordnete Hans Georg Junginger. Der SPD-Parlamentarier hat eine Kleine Anfrage zur Situation der Hauptschulen im Rhein-Neckar-Kreis im Landtag eingebracht. Daraus ergibt sich, dass kleinere Hauptschulen mit weniger als 85 Schülern von der Schließung bedroht seien.

Das bedeutet, pro Klasse sollten 17 Schüler den Unterricht besuchen. Mittelfristig könne es zu Kooperationen und Fusionen von Hauptschulen kommen, heißt es in der Antwort des Kultusministeriums. Auch die Aufteilung von Jahrgängen auf verschiedene Standorte sei denkbar.

Aus der Antwort ergibt sich, dass zwischen Kultusministerium und kommunalen Spitzenverbänden Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Hauptschul-Strukturen erarbeitet werden. Die Attraktivität der Hauptschule könne durch die Umwandlung in Ganztagesschulen und Kooperationen mit Realschulen gesteigert werden. Das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens würde so gut umgesetzt. "Längere gemeinsame Lernzeiten fördern die Chancengleichheit im Bildungssystem, denn sowohl die leistungsstärkeren wie auch die leistungsschwächeren Kinder profitieren", erklärt Junginger. Durch neue Kooperations- und Gemeinschaftsmodelle verbesserten sich die Lernmöglichkeiten für Alle. Außerdem könne so ein Wohnortnahes und Leistungsfähiges Schulangebot erhalten werden, Rheinland-Pfalz und Thüringen hätten dafür bereits den Beweis geliefert.

 

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