Kreistag befasst sich mit HARTZ IV

Veröffentlicht am 08.10.2007 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion fordert Arbeitsgemeinschaft mit Agentur für Arbeit
Auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion wird über die im Rhein-Neckar-Kreis praktizierte Art der Aufgabenwahrnehmung nach SGB II (Hartz IV) in der Sitzung des Kreistages am 16. Oktober in Schönbrunn von den Kreisräten ein Bekenntnis darüber abverlangt, wie es im Kreis in dieser wichtigen sozialen Angelegenheit weitergehen soll. Bereits seit Monaten bemüht sich die SPD-Fraktion und hier insbesondere deren stellvertretender finanzpolitischer Sprecher Dr. Ralf Göck darum, die Aufgabenerledigung für die Betroffenen aber auch für den Kreis so effektiv und einfach wie möglich zu gestalten.

Entgegen vielen anderen Stadt- bzw. Landkreisen im gesamten Bundesgebiet wird im Rhein-Neckar-Kreis eine streng getrennte Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgabe praktiziert. Dies bedeutet: Die Agentur für Arbeit ist für das Arbeitslosengeld II zuständig, während der Kreis für den Bereich Kosten der Unterkunft und ggf. aufstockende Sozialhilfe verantwortlich zeichnet. Im Ergebnis führt dies dazu, dass bei einer Vielzahl von Anträgen die Akten von einer Behörde zur anderen hin und her wandern und dabei immer dicker und unübersichtlicher werden. Die Leidtragenden sind die Anspruchsberechtigten, die in vielen Fällen oft über einen längeren Zeitraum auf die ihnen zustehenden Leistungen warten müssen.

Ganz anders bei einer Arbeitsgemeinschaft, wie diese beispielsweise in Heidelberg und in Mannheim sehr erfolgreich praktiziert wird. Hier wird ein Antrag nur von einer Person bearbeitet, was natürlicherweise auch dazu führt, dass sich nur eine Person in den Sachverhalt einarbeiten muss und damit der Antragsteller in der Regel sehr kurzfristig in den Genuss der ihm zustehenden Leistung kommt.

Obwohl Landrat Dr. Jürgen Schütz in der entsprechenden Vorlage an den Kreistag bereits im Beschlussvorschlag den Mitgliedern des Kreistages eine Ablehnung des SPD-Antrages auf Bildung einer Arbeitsgemeinschaft - Agentur für Arbeit/Sozialamt - Rhein-Neckar-Kreis empfiehlt, sieht sich die SPD in ihrer Auffassung auch durch die Gemeindeprüfungsanstalt(GPA) bestätigt, die in ihrem Jahresbericht 2007 zum Thema "Getrennte Aufgabenwahrnehmung" wörtlich folgendes feststellt: Innerhalb des einheitlichen Leistungssystems des SGB II arbeiten zwei Verwaltungsorganisationen an ein und demselben Leistungsfall, was eigentlich "schlimmer" ist als zwei getrennte Leistungssysteme wie noch zu VOR-SGB II-Zeiten. Dem ist an Deutlichkeit nichts mehr hinzuzufügen, so Fraktionsvorsitzender Helmut Beck und Dr. Ralf Göck.

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

News-Ticker

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de