Landes-SPD begrüßt heutige Bundesratsinitiative zum Mindestlohn

Veröffentlicht am 16.12.2011 in Bundespolitik

Generalsekretärin Katja Mast: "Nur ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn schafft Existenz sichernde Einkommen, beugt Altersarmut vor und schafft fairen Wettbewerb."

CDU-Vorsitzender Strobl muss ins Kochbuch schauen.

Für die SPD Baden-Württemberg ist die von der Landesregierung heute im Bundesrat eingebrachte Initiative zur Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns "ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Musterland für Gute Arbeit", so Generalsekretärin Katja Mast.

"Was wir brauchen, ist nicht ein Schweizer Käse mit Löchern, der den freien Fall der Löhne nach unten zulässt, sondern wir brauchen ein Vesperbrett, das diesen Fall stoppt", so Mast. "Unser Vesperbrett heißt flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro. Mindestlöhne in den Branchen können darüber, aber keinesfalls darunter vereinbart werden. Die CDU will Löcher in das Vesperbrett bohren, wir von der SPD nicht."

Die Initiative aus dem SPD-geführten Sozialministerium von Ministerin Katrin Altpeter wird unterstützt von Kurt Beck und Rheinland-Pfalz, Olaf Scholz und Hamburg, Hannelore Kraft und Nordrhein-Westfalen, Jens Böhrnsen und Bremen sowie Matthias Platzeck und Brandenburg. "Ich bin stolz, dass unsere Landesregierung damit erneut ein zentrales Anliegen der Sozialdemokraten umsetzt. Der echte Wechsel in Baden-Württemberg lässt sich an Taten messen", so Katja Mast.

In Richtung der CDU Baden-Württemberg, die den Mindestlohnvorstoß von Sozialministerin Altpeter jüngst als "Quark" bezeichnet hatte, betonte
die Generalsekretärin: "Vielleicht sollte Herr Strobl nochmal in sein Kochbuch schauen. Vielleicht fehlen ihm einfach nur die richtigen arbeitsmarktpolitischen Zutaten."

Nur mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn werde die Würde der Arbeit geschützt, so Mast. Die Generalsekretärin wies darauf hin, dass immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigt werden, insbesondere Frauen. Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit arbeiten 21 Prozent der Beschäftigten in Deutschland für einen Niedriglohn. Nach einer Prognos-Studie erhalten etwa 55 Prozent der geringfügig Beschäftigten einen Stundenlohn von unter 8,50 Euro.

"Mit Niedriglöhnen, Lohndumping, befristeter und geringfügiger Beschäftigung ist Altersarmut vorprogrammiert", so Mast. "Aber auch unsere soliden Arbeitgeber in Baden-Württemberg bleiben bei öffentlichen Ausschreibungen am Ende die Dummen, weil sie von Schmutzkonkurrenz die Aufträge abgejagt bekommen. Musterland für Gute Arbeit bedeutet auch Musterland für gute Wirtschaft."

Mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn werde sichergestellt, dass die Menschen von ihrer Arbeit auch leben können und Lohndumping nicht vom Steuerzahler quersubventioniert wird. Damit erhalte Arbeit wieder "den Respekt und die Würde", die sie auch verdiene.

------------

Der Antrag zum Mindestlohn steht als PDF-Download zur Verfügung: Hier klicken, um das PDF auf den PC zu laden.

 

Homepage SPD-Landesverband

News-Ticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de