Schmid: „Müssen uns dem Kampf gegen rechts auf allen Feldern der Gesellschaft stellen“

Veröffentlicht am 08.06.2013 in Landespolitik

Die SPD Baden-Württemberg unterstützt die „Menschenkette gegen rechts“, die am 6. Juli von Bietigheim-Bissingen nach Heilbronn geplant ist. „Dass rechtsradikal motivierte Straftaten in den vergangenen Jahren abgenommen haben, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Neonazi-Szene auch in Baden-Württemberg weiterhin aktiv ist“, erklärte der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid am Samstag. „Deshalb müssen wir uns dem Kampf gegen rechts auf allen Feldern der Gesellschaft stellen.“

In einer Resolution des SPD-Landesvorstands heißt es: „Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist für uns Sozialdemokraten eine stete Aufgabe, der wir uns gestern, heute und morgen verpflichtet fühlen.

Dieser widmen wir uns mit aller Kraft. Die abscheulichen Morde der Zwickauer Terrorzelle führen uns allen vor Augen, welche menschenvernichtende Kraft Rechtsextremismus innewohnt.“

Die „Menschenkette gegen rechts“ wurde von der SPD vor Ort ins Leben gerufen und ist inzwischen ein breites gesellschaftliches Bündnis aus verschiedensten Organisationen, Gewerkschaften, kirchlichen Arbeitsgemeinschaften, Parteien und Vereinen.

Hintergrund ist unter anderem, dass die Theresienwiese in Heilbronn der Ort ist, an dem die junge Polizistin Michelle Kiesewetter am 25. April 2007 Opfer der NSU wurde. 26 Kilometer entfernt liegt der Bahnhof Bietigheim-Bissingen, von dem aus während des Zweiten Weltkriegs Deportationen in Konzentrationslager durchgeführt wurden.

„Mit der Menschenkette geht es darum, ein deutliches Zeichen zu setzen: Für den Respekt für andere, für Demokratie, Toleranz und Akzeptanz“, so Nils Schmid.

 

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